Unsere Zukunft – die Helden von morgen zeigten ihr Können
Beim Wissenstest 2026 in Ramsau im Zillertal stellte der Feuerwehrnachwuchs eindrucksvoll sein Wissen und Engagement unter Beweis. Rund 300 Jugendmitglieder aus dem Bezirk Schwaz sowie zwei Feuerwehrjugendmitglieder aus zwei weiteren Bezirken stellten sich der Herausforderung und konnten ihr gestecktes Ziel in den Stufen Bronze, Silber und Gold erfolgreich erreichen. Besonders erfreulich: Alle Teilnehmer bestanden den Test, sodass stolz die „weiße Flagge“ gehisst werden konnte – ein starkes Zeichen für die ausgezeichnete Ausbildung in der Feuerwehrjugend.
Zahlreiche Ehrengäste folgten der Einladung der Feuerwehr Ramsau im Zillertal, um bei der feierlichen Schlussveranstaltung dabei zu sein. Unter ihnen befanden sich unter anderem Sicherheitslandesrätin Astrid Mair, der Bürgermeister von Ramsau Friedrich Steiner, Bezirks-Feuerwehrkommandant Hansjörg Eberharter mit seinem Stellvertreter Herbert Eibl, Bezirks-Feuerwehrinspektor Stefan Geisler sowie Feuerwehrkurat Dekan Martin Müller. Ebenso nahmen zahlreiche Sachgebietsleiter des Bezirks-Feuerwehrverbandes Schwaz an der Veranstaltung teil.
Neben dem Wissenstest gab es einen weiteren besonderen Anlass zu feiern: Die Feuerwehr Ramsau im Zillertal blickt auf 50 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit zurück. Dieses Jubiläum unterstreicht die nachhaltige Bedeutung der Nachwuchsarbeit für die Sicherheit in der Region. Die Feuerwehrjugend ist dabei weit mehr als Ausbildung – sie ist ein starkes Stück Freizeit im Bezirk Schwaz, dass Gemeinschaft, Verantwortung und Kameradschaft fördert.
Im Rahmen der Schlussveranstaltung wurden zudem zwei langgediente Mitglieder der Feuerwehr Ramsau geehrt. Stefan Sporer und Daniel Jäger wurden in Würdigung ihrer Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Die Schlussveranstaltung wurde musikalisch umrahmt von der Musikkapelle Ramsau.
Ein besonderer Dank gilt der Gemeinde Ramsau für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten in der neuen Volksschule, den Bewertern für die Abnahme des Wissenstests, dem Roten Kreuz Schwaz für die Erste Hilfe Station, der Sachgebietsleiterin Feuerwehrjugend Magdalena Hauser sowie der Freiwilligen Feuerwehr Ramsau für die hervorragende Organisation. Ebenso ein herzliches Dankeschön an die Sponsoren Zillertaler Gletscherbahn, Mayrhofner Bergbahnen - Mountopolis und Zeller Bergbahnen - Zillertal Arena für die Sachpreise der Gewinner bei den Spielen im Rahmenprogramm.
Der Wissenstest 2026 zeigte einmal mehr: Die Feuerwehrjugend ist bestens vorbereitet – unsere Zukunft ist in guten Händen.
Text & Bilder: BFV Schwaz / Team ÖA Marcel Kreidl
Erfolgreich absolvierter Bezirksgrundlehrgang - Am Weg zum Truppmann für 62 Feuerwehrmitglieder
Zweimal im Jahr findet der Bezirksgrundlehrgang des Bezirk Schwaz im Bauhof Jenbach der statt, diesmal am Samstag, den 11. April 2026. Insgesamt 62 Kameradinnen und Kameraden aus verschiedenen Feuerwehren des Bezirks stellten sich der eintägigen Grundausbildung bei frühsommerlichen Bedingungen.
Praxisnahe Ausbildung in sechs Stationen
Der Lehrgang war in sechs abwechslungsreiche Stationen gegliedert und wurde von 12 erfahrenen Ausbildern der Feuerwehren Jenbach, Hart im Zillertal und Zell am Ziller betreut.
Im Fokus standen grundlegende Tätigkeiten für den Feuerwehrdienst – praxisnah, strukturiert und realitätsorientiert:
- Absichern von Einsatzstellen im Brand- und Technischem Einsatz
- Arbeiten mit Schiebe- und Steckleitern
- Aufbau einer Saugleitung
- Herstellung einer Angriffsleitung
- Formalexerzieren in der Feuerwehr
Die Teilnehmer wurden in Gruppen eingeteilt und durchliefen im Wechsel die verschiedenen Stationen. Unterstützt wurde die Ausbildung durch Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren.
Zum Mittagessen trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit den Ausbildern. Danach ging es gestärkt in die zweite Ausbildungsrunde.
Erfolgreicher Abschluss des Ausbildungstages
Am Ende des Tages konnten alle Teilnehmer auf eine intensive und lehrreiche Ausbildung zurückblicken. Der Bezirksgrundlehrgang bildet eine wichtige Grundlage für den Feuerwehrdienst und eröffnet den Absolventinnen und Absolventen den nächsten Schritt zum Truppmann an der Landesfeuerwehrschule in Telfs.
Dank an alle Beteiligten
Ein besonderer Dank gilt Abschnittsbrandinspektor Siegried Geisler, den Ausbildern für ihren unermüdlichen Einsatz sowie der Feuerwehr und der Gemeinde Jenbach für die Bereitstellung der Infrastruktur und die Unterstützung bei der Organisation.
Der Bezirksgrundlehrgang leistet jedes Mal einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung neuer Feuerwehrmitglieder und stärkt nachhaltig die Einsatzbereitschaft im Bezirk Schwaz.
Text & Bilder: BFV Schwaz/Team ÖA Stefan Erhart
Gemeinsame Einsatzübung: Brand im Hotel in Gerlos
Am 11.04.2026 um 10:20 Uhr wurde die Feuerwehr Gerlos im Rahmen einer Übung zu einem Brandmeldealarm beim Hotel Sportalm alarmiert. Bereits beim Eintreffen des Einsatzleiters, Kommandant Patrick Rieder, bestätigte die Besitzerin des Hotels einen Brand im Gebäude.
Ab dem dritten Obergeschoss war das Hotel stark verraucht, zudem galten noch acht Personen als vermisst. Unverzüglich wurde die Feuerwehr Hainzenberg mit einem Löschfahrzeug sowie einem weiteren Atemschutztrupp nachalarmiert.
Der Gruppenkommandant des RLF Gerlos (Rüstlöschfahrzeug), Marcel Kammerlander, entsandte umgehend einen Atemschutztrupp in das Gebäude. In weiterer Folge wurde parallel mit dem Aufbau der Löschleitung begonnen. Bereits nach kurzer Zeit konnten durch den Atemschutztrupp „Gerlos 1“ die ersten beiden vermissten Personen über das Stiegenhaus gerettet werden. Der zwischenzeitlich eingetroffene Atemschutztrupp der Feuerwehr Hainzenberg wurde ebenfalls zur Unterstützung in das Gebäude geschickt und konnte rasch weitere vermisste Personen lokalisieren und ins Freie bringen.
Zwei Personen mussten aufgrund der Verletzung - liegend mittels Drehleiter aus dem vierten Obergeschoss gerettet werden.
Alle vermissten Personen konnten in kurzer Zeit erfolgreich gerettet und der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Im Anschluss wurde noch das Gebäude belüftet damit es wieder Rauchfrei war.
Gegen 11:30 wurde die Übung beendet und die Einsatzkräfte wurden vom Team des Hotels Sportalm zu einem Mittagessen eingeladen. Ein herzliches Dankeschön gilt der Familie Stöckl und dem gesamten Team des Hotels Sportalm für die zu Verfügungstellung des Übungsobjektes sowie für die hervorragende Verpflegung.
Ein weiterer Dank gilt der Feuerwehr Hainzenberg fürs dabei sein und die wie immer gute Zusammenarbeit sowie dem Atemschutzbeauftragten der Feuerwehr Gerlos David Unterberger für die Organisation und Vorbereitung dieser realitätsnahen Übung.
Text: BFV Schwaz/Team ÖA Marcel Kammerlander
Bilder: BFV Schwaz/Team ÖA Stefan Schwaiger
Feuerwehr Wiesing zeigt ihr Können bei Technischer Leistungsprüfung
Nach intensiven Vorbereitungen seit Jänner stellte sich die Freiwillige Feuerwehr Wiesing am 11.04.2026 der Technischen Leistungsprüfung Form B mit Hebekissen in Bronze und Silber – und das mit Erfolg: Beide Gruppen konnten die Leistungsprüfung erfolgreich absolvieren.
Für das Bestehen dieser Prüfung haben 17 Mitglieder bei insgesamt 11 Übungen, für das Erlernen der Gerätekunde und den Abschluss eines 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurses beachtliche 869 Stunden aufgewendet – die Vorbereitung von Unterlagen, Lernhilfen und organisatorische Arbeiten nicht eingerechnet.
So gelang es der Gruppe BRONZE, einen FEHLERFREIEN Durchgang innerhalb der Sollzeit zu absolvieren:
- Gruppenkommandant 1 – Andreas Singer
- Maschinist 1 – Jakob Achrainer
- Angriffstruppführer – Daniel Hackler
- Angriffstruppmann – Stefan Kerbl
- Sicherungstruppführer – Florian Gfrei
- Sicherungstruppmann – Martin Rofner
- Gruppenkommandant 2 – Thomas Lindenthaler
- Maschinist 2 – Markus Rofner
- Rettungstruppführer – Alexander Heim
- Rettungstruppmann – Franz Flöck
- Gerätetruppführer – Gerhard Geisler
- Gerätetruppmann – Johannes Breitenlechner
Die Gruppe SILBER konnte die Leistungsprüfung ebenfalls innerhalb der Sollzeit mit sechs Fehlerpunkten erfolgreich absolvieren:
- Gruppenkommandant 1 – Andreas Rofner
- Maschinist 1 – Christian Knapp
- Angriffstruppführer – Gerhard Geisler
- Angriffstruppmann – Walter Theuretzbacher
- Sicherungstruppführer – Franz Flöck
- Sicherungstruppmann – Florian Gfrei
- Gruppenkommandant 2 – Dominik Böck
- Maschinist 2 – Markus Rofner
- Rettungstruppführer – Johannes Breitenlechner
- Rettungstruppmann – Daniela Pickl
- Gerätetruppführer – Alexander Heim
- Gerätetruppmann – Martin Rofner
Bei der Leistungsprüfung wird ein realistisches Einsatzszenario angenommen: Ein Verkehrsunfall mit einem Kraftfahrzeug, bei dem sich eine Person unter einer Last befindet. Diese ist nicht eingeklemmt, jedoch eingeschlossen, leicht verletzt und sichtlich unter Stress. Zusätzlich besteht durch austretende Betriebsstoffe Brandgefahr, und das Fahrzeug droht seitlich beziehungsweise nach vorne über eine Böschung abzurutschen.
Ziel der Übung ist es, unter möglichst realistischen Bedingungen einen strukturierten und sicheren Einsatzablauf zu zeigen. Dazu gehören unter anderem das richtige Absitzen und Aufstellen der Mannschaft, das Absichern der Einsatzstelle auf einer Bundesstraße – wobei eine Fahrspur frei bleibt – sowie der Aufbau einer Geräteablage, einer ausreichenden Beleuchtung und eines zweifachen Brandschutzes.
Ein wesentlicher Bestandteil ist die Sicherung und Stabilisierung des Fahrzeugs. In weiterer Folge kommt das Hebekissen zum Einsatz, um die Last anzuheben, wobei gleichzeitig mit Unterbaumaterial gearbeitet wird, um die Sicherheit laufend zu gewährleisten. Zusätzlich wird ein Hubzug zur weiteren Sicherung des Fahrzeugs aufgebaut.
Neben der praktischen Durchführung wird auch großer Wert auf die Gerätekunde gelegt. Alle Teilnehmer müssen ihre Kenntnisse über die Lagerung der Geräte im Fahrzeug unter Beweis stellen. Dabei müssen aus über 100 Geräten drei bei geschlossenen Geräteräumen gezeigt werden – nur eine Handbreit darf das jeweilige Gerät verfehlt werden.
In der Stufe Bronze werden die Funktionen innerhalb der Gruppe vorab festgelegt.
In der Stufe Silber werden die Funktionen der jeweiligen Trupps und der Maschinisten am Tag des Bewerbes gelost. Zusätzlich zu den Gerätekärtchen und Fragen sind erweiterte Sonderaufgaben für die Führungskräfte sowie für einen Maschinisten im Abschnitt „Rettung“ zu bewältigen.
Danksagung
Ein besonderer Dank gilt dem Bewerterteam rund um Hauptbewerter FT Josef Kometer, das durch seine Unterstützung bei mehreren Übungen sowie durch die professionelle Vorbereitung und die faire, objektive Bewertung maßgeblich zum Erfolg dieser Leistungsprüfung beigetragen hat.
Ein weiterer Dank gilt Stefan Rengo vom Team ÖA des BFV Schwaz, der sich am Samstagnachmittag Zeit nahm und den Bewerb mit seinen professionellen Fotos festhielt.
Der größte Dank gilt jedoch allen Teilnehmern der Freiwilligen Feuerwehr Wiesing für die geopferte Freizeit, die zahlreichen ehrenamtlich geleisteten Stunden sowie für die gelebte Kameradschaft und den starken Zusammenhalt - dadurch wurde dieser Erfolg erst möglich!
Text: Dominik Böck – FF Wiesing
Bilder: BFV Schwaz/Team ÖA Stefan Rengo
Großübung im Brettfalltunnel: Realitätsnahes Szenario erfolgreich abgearbeitet
Am 10. April 2026 fand im Brettfalltunnel eine großangelegte Einsatzübung mit mehreren Feuerwehren. Ziel der Übung war es, das koordinierte Vorgehen bei einem Tunnelbrand unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.
Gegen 19:11 Uhr wurden die Feuerwehren Schlitters, Strass im Zillertal, Wiesing, Jenbach, Fügen und Uderns sowie die Bezirkszentrale zu einem Fahrzeugbrand im Brettfalltunnel alarmiert. Bereits bei der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung erkennbar, die insbesondere am Nordportal in Wiesing deutlich sichtbar war. Aufgrund des starken Verkehrs befanden sich mehrere Fahrzeuge im Tunnel, deren Insassen durch die Situation zum Anhalten gezwungen wurden.
Einsatzleiter, Kommandant der Feuerwehr Schlitters Fabian Unterweger, ließ umgehend alle eingesetzten Kräfte mit Sauerstoffschutzgeräten (SSG) ausrüsten. Mehrere Trupps rückten daraufhin zur Brandbekämpfung sowie zur Menschenrettung in den Tunnel vor. Trotz der schwierigen Bedingungen – insbesondere durch die starke Rauchentwicklung und die eingeschränkte Sicht – konnten die eingeschlossenen Personen rasch lokalisiert und in weiterer Folge gerettet werden.
Auch Bezirksfeuerwehrkommandant Hansjörg Eberharter, sein Stellvertreter Herbert Eibl, Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Geisler sowie die Abschnittskommandanten der Abschnitte Fügen und Jenbach waren vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen und die Übung zu begleiten.
Die Einsatzleitung wurde auf mehrere Bereiche aufgeteilt: Am Nordportal wurde die Bezirkszentrale zur Lageführung eingerichtet. Für die Lageführung der Gesamt-Einsatzleitung war die Feuerwehr Uderns am Südportal zuständig. Eine weitere Lageführungseinheit wurde beim Fluchtstollen positioniert, um eine bestmögliche Koordination aller eingesetzten Kräfte sicherzustellen.
Im Verlauf der Übung konnten alle verletzten Personen erfolgreich gerettet sowie das in Brand geratene Fahrzeug gelöscht werden. Abschließend wurde der Tunnel umfassend belüftet, um ihn wieder rauchfrei zu bekommen. Die Übung wurde gegen 20:22 Uhr erfolgreich beendet.
Insgesamt standen 17 Fahrzeuge mit 103 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz. Seitens der Polizei waren 2 Fahrzeuge mit 6 Beamten beteiligt. Zudem war die Gemeindeeinsatzleitung mit einer Person vertreten sowie der Rettungsdienst mit einem Einsatzleiter vor Ort.
Die Übung zeigte eindrucksvoll die hohe Einsatzbereitschaft sowie die professionelle Zusammenarbeit der eingesetzten Organisationen und unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger und praxisnaher Übungen im Tunnelbereich.
Text: BFV Schwaz / Team ÖA Marcel Kammerlander
Fotos: BFV Schwaz / Team ÖA Marcel Kammerlander & Stefan Schwaiger
Koordinierte Einsatzübung im Harpfnerwandtunnel
Am 08. April 2026 wurde im Harpfnerwandtunnel eine Einsatzübung unter Beteiligung mehrerer Feuerwehren durchgeführt. An der Übung nahmen die Freiwilligen Feuerwehren Finkenberg, Ginzling und Mayrhofen sowie die Betriebsfeuerwehr Verbund Mayrhofen teil.
Als Übungsszenario wurde ein Brandereignis im Tunnel mit mehreren vermissten bzw. eingeschlossenen Personen angenommen. Ziel der Übung war es, die Einsatzabläufe bei einem Tunnelbrand zu trainieren, insbesondere die Personenrettung unter erschwerten Bedingungen sowie die Koordination zwischen den eingesetzten Kräften.
Nach der Alarmierung rückten die beteiligten Feuerwehren zum Übungsobjekt aus. Nach dem Eintreffen erfolgte eine Lageerkundung durch die Einsatzleitung. In weiterer Folge wurden mehrere Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in den Tunnel entsandt.
Die eingesetzten Trupps arbeiteten unter Verwendung von SSG-Geräten und führten die systematische Suche nach Personen im Tunnel durch. Die aufgefundenen Personen wurden aus dem Gefahrenbereich verbracht und den vorgesehenen Sammelstellen übergeben.
Parallel zur Personenrettung wurde die Brandbekämpfung im Tunnel durchgeführt. Dabei lag ein Schwerpunkt auf der Abstimmung der eingesetzten Kräfte sowie der Kommunikation unter den beteiligten Einheiten.
Im Zuge der Übung wurden die Abläufe eines Tunneleinsatzes sowie die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren überprüft und gefestigt.
Abschließend gab es noch eine Übungsnachbesprechung.
Text: BFV Schwaz/Team ÖA Magdalena Sporer
Bilder: BFV Schwaz/Team ÖA Stefan Schwaiger
Brand eines Wirtschaftsgebäudes in Kaltenbach
Am 03.04.2026 gegen 13:00 Uhr kam es in Kaltenbach, im Bereich Emberg, zu einem Brand eines Wirtschaftsgebäudes.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand bereits etwa die Hälfte des Gebäudes in Vollbrand. Die enorme Hitzeentwicklung und die rasche Brandausbreitung stellten die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Durch einen gezielten Innenangriff unter Atemschutz konnte die weitere Ausbreitung der Flammen auf den restlichen Gebäudeteil erfolgreich gestoppt werden. Gleichzeitig gelang es, ein unmittelbar angrenzendes Nachbargebäude zu schützen.
Aufgrund der Lage am Berg sowie der einspurigen Zufahrtsstraßen gestaltete sich die Anfahrt schwierig, zusätzlich herrschten beengte Platzverhältnisse im Einsatzbereich.
Die Wasserversorgung wurde durch die Errichtung von Schlauchleitungen vom nahegelegenen Bach sowie über einen Hydranten, der an die Beschneiungsanlage angeschlossen ist, sichergestellt. Zur Unterstützung der Löschmaßnahmen kam unter anderem Netzmittel zum Einsatz.
Alle Tiere, darunter Schweine, Hühner und Hasen, konnten aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Es gab keine verletzten Personen.
Im Einsatz standen rund 120 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen von insgesamt 6 Feuerwehren:
- FF Kaltenbach
- FF Ried
- FF Stumm
- FF Uderns
- FF Aschau
- FF Schwaz (mit Atemschutz-Abrollcontainer)
Neben den Feuerwehren standen auch die Polizei sowie das Rote Kreuz im Einsatz. Die Brandursache ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Der Einsatz konnte mit Nachlöscharbeiten um ca. 17:00 Uhr beendet werden.
Text und Bilder: BFV Schwaz / Team ÖA Florian Galler
Schulung zur Einsatztaktik im Brettfalltunnel in Wiesing abgehalten
Am 31. März 2026 fand in Wiesing eine Vorbereitungsschulung für die am 10. April 2026 geplante Übung im Brettfalltunnel statt. Im Zentrum der Schulung stand die Tunneltaktik, insbesondere das richtige Vorgehen von Atemschutztrupps bei Einsätzen im Tunnel.
Kommandant Fabian Unterweger (FF Schlitters) informierte die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Feuerwehren Jenbach, Strass im Zillertal, Schlitters und Wiesing sowie die Lageteams der Bezirkszentrale Schwaz und der Feuerwehr Uderns über die örtlichen Gegebenheiten des Brettfalltunnels und erläuterte den bestehenden Brandschutzplan.
Im Anschluss vermittelten Kommandant Andreas Rofner und Zugskommandant Andreas Singer (beide FF Wiesing) die grundlegenden taktischen Maßnahmen bei Einsätzen in Straßentunneln. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem effizienten Schlauchmanagement sowie dem gezielten Einsatz von Markierungsleuchten zur besseren Orientierung unter erschwerten Sicht- und Einsatzbedingungen.
Die Schulung bildete eine wichtige Grundlage für die bevorstehende Einsatzübung und trug wesentlich zur einheitlichen Vorgangsweise der beteiligten Einsatzkräfte bei.
Text und Bilder: BFV Schwaz / Team ÖA Florian Galler
Brand am Berg – Einsatzkräfte beweisen Präzision und Teamstärke
Am Nachmittag des 28.03.2026 fand die Winterübung der Feuerwehr Achenkirch auf der Christlum statt. Übungsannahme war ein Brand im Bereich der Hochalmlifte, konkret bei der Schlosserei der Bergstation des 4er-Sessellifts, wobei mehrere Personen als vermisst galten.
Die Alarmierung erfolgte um 15:02 Uhr. Direkt nach Übungsalarmierung erfolgte eine telefonische Abstimmung zwischen Einsatzleiter und Betriebsleiter, wodurch die benötigten Transportmittel frühzeitig organisiert werden konnten. Beim Eintreffen unseres Tanklöschfahrzeugs standen aufgrund der vorangegangenen Abstimmung bereits zwei Pistenraupen – darunter eine Transportmaschine – sowie drei Skidoos bei der Talstation bereit. Dadurch konnten der erste Atemschutztrupp sowie der Einsatzleiter rasch zur Bergstation transportiert werden.
Da der 4er-Sessellift (aufgrund des Brandes) nicht in Betrieb genommen werden konnte, erfolgte der Transport über die Piste.
Bereits um 15:24 Uhr konnte die erste vermisste Person gerettet werden – unter den gegebenen Umständen eine bemerkenswerte Leistung. In weiterer Folge wurden zusätzliche Einsatzkräfte sowie Gerätschaften mittels Transportmaschine und Skidoos zur Einsatzstelle gebracht. Vor Ort wurde eine Löschleitung gelegt und drei weitere Personen erfolgreich geborgen.
Die Kommunikation zwischen dem Einsatzleiter Tal und dem Einsatzleiter Berg funktionierte einwandfrei, wodurch die Übung insgesamt zügig und effizient abgearbeitet werden konnte
Text: BFV Schwaz / Team ÖA Theresa Künig
Bilder: FF Achenkirch Martin Knapp & BFV Schwaz / Team ÖA Theresa Künig
Vegetationsbrandbekämpfung - Führungskräfte-Schulung der Feuerwehren im Abschnitt Zell
Am 25. März 2026 fand im Gerätehaus der FF Zell am Ziller eine umfassende Führungskräfteschulung zum Thema Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung für den Abschnitt Zell statt. Bereits im Herbst 2025 wurde im Rahmen eines ersten Theorieblocks das notwendige Grundlagenwissen vermittelt, auf dem die heutige Schulung gezielt aufbauen konnte.
Im Mittelpunkt des zweiten Teils standen die praktische Vorstellung der im Bezirk verfügbaren Waldbrandmaterialien sowie die detaillierte Erklärung der Abläufe bei einer Alarmierung zu Vegetationsbränden. Den teilnehmenden Führungskräften wurde dabei ein fundierter Überblick über Einsatzmöglichkeiten, Taktik und Organisation gegeben, um im Ernstfall rasch und effizient handeln zu können.
Die speziellen Waldbrandwerkzeuge sind für den Bezirk Schwaz zentral bei der FF Schwaz stationiert und können im Bedarfsfall von den Feuerwehren unkompliziert angefordert werden. Dieses System gewährleistet eine gezielte und schlagkräftige Unterstützung bei Einsätzen größeren Ausmaßes.
Die Schulung wurde vom Sachgebietsleiter des Flugdienstes, OBM Stefan Rinnergschwentner, gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Zell für Vegetationsbrandbekämpfung durchgeführt. Insgesamt nahmen 49 Führungskräfte aus den Feuerwehren des Abschnitts Zell an der Veranstaltung teil.
Ein besonderer Dank gilt abschließend Oberbrandmeister Stefan Rinnergschwentner für die fachkundige Durchführung der Schulung sowie sein großes Engagement im Bereich der Vegetationsbrandbekämpfung.
Text: BFV Schwaz / Team ÖA Daniel Allesch
Fotos: BFV Schwaz / Team ÖA Marcel Kammerlander