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Marcel Kreidl
Donnerstag, 01 Januar 2026 09:45

Großbrand einer Wohnanlage in Schwaz

Schwaz – Am 1. Jänner 2026 wurde die Feuerwehr Schwaz um 01:21 Uhr zu einem vermeintlichen Brand eines Müllcontainers im Gartenbereich einer Wohnanlage alarmiert. Aufgrund zahlreicher Meldungen und der raschen Brandausbreitung auf mehrere Wohnungen löste die Leitstelle Tirol um 01:24 Uhr Sirenenalarm in Schwaz aus. Zeitgleich wurde die Betriebsfeuerwehr Tyrolit mitalarmiert.

 

Nach dem Eintreffen am Einsatzort veranlasste der Einsatzleiter Lukas Baumann (Kommandant-Stellvertreter der FF Schwaz) aufgrund der Lageentwicklung die Nachalarmierung der Feuerwehren Vomp, Stans sowie Vomperbach mit der Bezirkszentrale zur Lageführung.

Die Feuerwehr Jenbach wurde zur Bereitstellung eines zweiten Hubrettungsgerätes nachalarmiert.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich der Brand zu einem Großbrand in der Wohnanlage. Die Brandbekämpfung erfolgte unter Atemschutz durch mehrere Trupps sowohl im Innenangriff als auch von außen über Drehleiter und Hubsteiger. Nach rund 40 Minuten konnte „Brand aus“ gegeben werden.

Insgesamt wurden drei Personen mit unbestimmten Verletzungen zur weiteren Abklärung in das Krankenhaus Schwaz gebracht. 14 Personen mussten evakuiert und vorübergehend in einer Ersatzunterkunft in der Osthalle Schwaz untergebracht werden.

Nach Angaben der Polizei sind mindestens sieben Wohnungen derzeit unbewohnbar. Das Rote Kreuz betreut die betroffenen Personen in einer Ersatzunterkunft.

Die Brandursache ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Der Einsatz für die Feuerwehr konnte um ca. 04:00 Uhr beendet werden.

Eingesetzte Kräfte:

Feuerwehr: 6 Feuerwehren mit 26 Fahrzeugen und 150 Einsatzkräften

-             FF Schwaz

-             FF Vomp

-             FF Vomperbach

-             FF Jenbach

-             FF Stans

-             BTF Tyrolit

Polizei:15 Einsatzkräfte und 7 Fahrzeuge

Rettungsdienst: 28 Einsatzkräfte und 13 Fahrzeuge

 

Text und Bilder: BFV Schwaz / Team ÖA Florian Galler

Das Jahr 2025 war für den Bezirks-Feuerwehrverband Schwaz erneut von großem Engagement, hoher Einsatzbereitschaft und einer starken Gemeinschaft geprägt. Die Feuerwehren des Bezirkes bewiesen eindrucksvoll, wie vielseitig, verantwortungsvoll und zukunftsorientiert Feuerwehrarbeit gelebt wird.

Hohe Einsatzbereitschaft rund um die Uhr

Ob bei Bränden, technischen Einsätzen, Unwettern oder sicherheitsrelevanten Unterstützungsleistungen – die Feuerwehren im Bezirk Schwaz standen auch 2025 rund um die Uhr zum Schutz der Bevölkerung bereit. Die hohe Anzahl an Einsätzen verdeutlicht die zentrale Rolle der Feuerwehren für die Sicherheit in der Region und den enormen zeitlichen Einsatz der ehrenamtlichen Mitglieder.

Ausbildung und Leistungsprüfungen als Grundlage der Einsatzstärke

Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auch im Jahr 2025 auf der Aus- und Weiterbildung. Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden stellten ihr Können bei Leistungsprüfungen und Bewerben unter Beweis. Besonders im Bereich Atemschutz, Funk zeigte sich das hohe Ausbildungsniveau im Bezirk. Diese kontinuierlichen Schulungen bilden die Grundlage für professionelle und sichere Einsätze.

Erfolgreiche Jugendarbeit sichert die Zukunft

Ein besonderes Augenmerk galt erneut der Feuerwehrjugend. Mit viel Motivation, Wissen und Teamgeist absolvierten die Jugendlichen ihre Bewerbe und Wissenstests erfolgreich. Die Jugendarbeit bleibt damit ein tragender Pfeiler für die nachhaltige Entwicklung der Feuerwehren im Bezirk Schwaz und sichert den Nachwuchs für die kommenden Jahre.

Investitionen in Infrastruktur und Ausstattung

Auch im Bereich Infrastruktur wurden wichtige Schritte gesetzt. Neue bzw. modernisierte Feuerwehrhäuser und zeitgemäße Ausstattungen stärken die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren nachhaltig und schaffen optimale Bedingungen für Ausbildung, Einsatz und Kameradschaft.

Öffentlichkeitsarbeit und Gemeinschaft

Über Veranstaltungen, Bewerbe, Ehrungen und Einsätze informierte der Bezirks-Feuerwehrverband Schwaz die Bevölkerung laufend über die Homepage und soziale Medien. Diese transparente Öffentlichkeitsarbeit stärkt das Vertrauen der Bevölkerung und macht die vielfältige Arbeit der Feuerwehren sichtbar. Gleichzeitig wurde die Kameradschaft durch zahlreiche gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen weiter gefestigt.

Dank und Ausblick

Der Bezirks-Feuerwehrverband Schwaz bedankt sich bei allen Feuerwehrmitgliedern für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz, bei den Gemeinden, Partnerorganisationen und der Bevölkerung für die Unterstützung und das Vertrauen.
Mit diesem starken Fundament blickt der Bezirks-Feuerwehrverband Schwaz zuversichtlich in die Zukunft und stellt sich auch weiterhin den Herausforderungen zum Schutz und zur Sicherheit der Bevölkerung im Bezirk.

Wir wünschen Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026

Text: BFV Schwaz/Team ÖA Marcel Kreidl

Bilder: BFV Schwaz/Team ÖA Archiv

Am Sonntag, dem 21.12.2025, kam es im Bezirk Schwaz zu zwei Flächenbränden in Skigebieten, welche die Feuerwehren vor anspruchsvolle Einsätze in exponiertem Gelände stellten.

Flächenbrand im Schigebiet Spieljoch

Gegen 14:30 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Fügen zu einem gemeldeten Wald- bzw. Flächenbrand im Bereich des Onkeljochliftes im Schigebiet Spieljoch alarmiert. Aufgrund der schwer zugänglichen Lage erfolgte der Mannschaftstransport mittels Bergbahn. Zeitgleich wurden die Hubschrauber „Libelle Tirol“ sowie der Notarzthubschrauber Heli 4 mitalarmiert.

Vor Ort brannte eine Böschung im Liftbereich. In weiterer Folge wurde die Feuerwehr Schwaz mit dem Flugdienst zur Unterstützung nachalarmiert. Laut Polizei wurde der Brand durch einen vom Sessellift geworfenen Feuerwerkskörper ausgelöst. Dank des koordinierten Einsatzes aller Kräfte konnte gegen 16:15 Uhr „Brand aus“ gegeben werden. Verletzt wurde niemand.

Die Löscharbeiten wurden maßgeblich durch die Mitarbeiter der Spieljochbahn, welche mit Pistengeräten und Skidoos unterstützten, erleichtert. Gegen 17:00 Uhr rückten die letzten Einsatzkräfte ins Gerätehaus ein.

Im Einsatz standen die Feuerwehren Fügen und Schwaz, Polizei und Alpinpolizei, die Bergrettung Kaltenbach sowie die Hubschrauber Libelle Tirol und Heli 4 mit insgesamt rund 60 Einsatzkräften.

Brandeinsatz Lifttrasse Eggalmbahn

Nur kurze Zeit später, um 16:31 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Tux mittels Pager und Sirene zu einem Flächenbrand im Bereich der Lifttrasse der Eggalmbahn alarmiert. Unverzüglich rückten 8 Fahrzeuge mit rund 50 Mann/Frau zum Einsatzort aus. Aufgrund der exponierten Lage wurden ebenfalls der Hubschrauber „Libelle Tirol“ sowie ein Füllbecken aus Mayrhofen nachalarmiert.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten Mitarbeiter der Eggalmbahn den Brand bereits erfolgreich eingedämmt. Die Feuerwehr konzentrierte sich in weiterer Folge auf umfangreiche Nachlöscharbeiten, welche aufgrund des steilen und unwegsamen Geländes ausschließlich unter Hubschrauberunterstützung durchgeführt werden konnten. Insgesamt wurden acht Wasserabwürfe durchgeführt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Der Einsatz konnte gegen 18:00 Uhr erfolgreich beendet werden.

Ein Dank gilt in beiden Einsätzen der Polizei Tirol, den Bergbahnbetreibern sowie allen eingesetzten Organisationen für die hervorragende Zusammenarbeit.

Text: BFV Schwaz/Team ÖA Stefan Schwaiger und Marcel Kreidl

Bilder: BFV Schwaz/Team ÖA Stefan Schwaiger und FF Tux

Am 13. Dezember 2025 wurde das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Fügen im Beisein zahlreicher Ehrengäste feierlich eröffnet und offiziell in Betrieb genommen. Der Planungsbeginn für dieses zukunftsweisende Projekt erfolgte bereits am 20. Mai 2020, der Spatenstich wurde am 18. November 2024 gesetzt.

Die Feierlichkeiten begannen mit einem Festzug vom alten Feuerwehrhaus zum neuen Standort. Begleitet von der Bundesmusikkapelle Fügen marschierte die Mannschaft der FF Fügen unter Kommandant Stefan Flörl gemeinsam mit den Einsatzfahrzeugen durch den Ort. Kurz vor dem neuen Gebäude formierten sich die Feuerwehren des Abschnittes Fügen (Uderns, Ried, Kaltenbach, Stumm, Hart im Zillertal, Bruck und Schlitters) zu einem eindrucksvollen Fahrzeugspalier.

Bei der offiziellen Begrüßung dankte Kommandant Stefan Flörl allen Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit und die Unterstützung bei der Realisierung des Neubaus.

Seitens der Politik und des Feuerwehrwesens nahmen unter anderem teil:

  • Bürgermeister Ing. Josef Unterweger (Fügenberg)
  • Vizebürgermeister Mag.iur Andrä Fankhauser (Fügenberg)
  • Bürgermeister Dominik Mainusch (Fügen)
  • Vizebürgermeisterin Evi Bielau (Fügen)
  • Bezirks-Feuerwehrkommandant Hansjörg Eberharter
  • Bezirks-Feuerwehrkommandant-Stv. Herbert Eibl
  • Bezirks-Kassier Hannes Eberharter
  • Bezirks-Feuerwehrinspektor Stefan Geisler
  • Abschnittskommandant Reinhard Haun

Die Segnung des Gebäudes, der Einsatzfahrzeuge und der Mannschaft erfolgte durch Feuerwehrkurat a. D. Erwin Gerst sowie Feuerwehrkurat Tobias Höck.

Nach den Ansprachen der Ehrengäste ließ Kommandant Stefan Flörl die Mannschaft offiziell in das neue Gerätehaus einrücken. Den Abschluss der gelungenen Feier bildete ein kameradschaftlicher Abend bei einer gemeinsamen Grillerei.

Das neue Feuerwehrhaus der FF Fügen verfügt über eine moderne Infrastruktur mit:

  • 8 Fahrzeughallen
  • Waschhalle und Schlauchwaschanlage
  • Atemschutz- und Werkstätten
  • Jugend- und Schulungsräumen
  • Verwaltungs- und Sozialräumen
  • Florianstation
  • Kameradschaftsraum mit Terrasse

Mit diesem Neubau wird die Einsatzbereitschaft der FF Fügen nachhaltig gestärkt und ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung im Bezirk Schwaz geleistet.

Text: BFV Schwaz / Team ÖA Marcel Kreidl

Bilder: FF Fügen / Team ÖA Stefan Rengo

Sowohl die Freiwillige Feuerwehr Gerlos als auch die Freiwillige Feuerwehr Kaltenbach hielten Ende November ihre Jahreshauptversammlungen ab und nahmen dabei wichtige Neuwahlen vor.

Feuerwehr Gerlos

Am 29. November 2025 blickte die Feuerwehr Gerlos im Hotel Waldhof auf ein intensives Jahr zurück. Neben Einsatz- und Tätigkeitsberichten wurden die Kassen geprüft und die starke Entwicklung der Feuerwehrjugend hervorgehoben.
Kommandant Gerald Dejaco und Kassier Michael Emberger legten nach vielen Jahren ihre Funktionen zurück und wurden feierlich verabschiedet.

Die Neuwahlen ergaben:

  • Kommandant: Patrick Rieder
  • Stellvertreter: Stephan Kellauer
  • Schriftführer: Marcel Kammerlander
  • Kassier: Conny Rieder

Die Versammlung endete mit Dankesworten und einem kameradschaftlichen Ausklang.

Feuerwehr Kaltenbach

Am 27. November 2025 fand die 123. Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Kaltenbach im Gerätehaus statt. Der Jahresbericht zeigte 22 Einsätze, zahlreiche Übungen sowie über 3.200 Tätigkeitsstunden. Die Jugendgruppe umfasst derzeit 11 Mitglieder.

Im Mittelpunkt stand die Wahl des neuen Kommandant-Stellvertreters. Mit großer Mehrheit wurde Fabian Wildauer gewählt.
Zudem wurden mehrere Beförderungen ausgesprochen und Matthias Greiderer für seine langjährigen Dienste als Kommandant-Stellvertreter mit dem Verdienstzeichen in Gold des Bezirks-Feuerwehrverbandes Schwaz geehrt.

Gemeinsamer Ausblick

Sowohl die Feuerwehr Gerlos als auch die Feuerwehr Kaltenbach gehen mit motivierten Führungsteams und engagierten Mitgliedern in das neue Jahr. Die Neuwahlen markieren einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der beiden Wehren, die weiterhin maßgeblich zur Sicherheit in ihren Gemeinden beitragen.

Bilder: BFV Schwaz/Team ÖA Marcel Kammerlander und Stefan Schwaiger

Text: Zusammenfassung, BFV Schwaz/Team ÖA Marcel Kreidl

Anlässlich des 130-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Wiesing hat sich das Chronistenteam der Gemeinde mit großem Engagement der Aufarbeitung der Feuerwehrgeschichte gewidmet. Über viele Monate hinweg wurden Dokumente gesichtet, Fotografien gesammelt und Zeitzeugenberichte ausgewertet, um die Entwicklung unserer Feuerwehr umfassend darzustellen.

Noch bevor die Ausstellung der breiten Öffentlichkeit zugänglich war, wurde sie am 14.11.2025 im feierlichen Rahmen mit geladenen Gästen eröffnet. Der Einladung des Chronistenteams folgten unter anderem Pfarrer Xavier Sebastian, Bürgermeister-Stellvertreter Andreas Singer, der Ausschuss der Feuerwehr Wiesing, Vertreter des Bezirks-Feuerwehrverbandes Schwaz sowie einzelne Vertreter umliegender Feuerwehren.

In diesem Rahmen wurde auch das Buch „130 Jahre Feuerwehr Wiesing“ präsentiert. Es bildet ein weiteres Herzstück der Jubiläumsarbeiten und wurde vom Chronistenteam unter der Federführung von Silvia Brunner verfasst. Das Werk stellt eine wertvolle Dokumentation der Geschichte der Feuerwehr Wiesing dar und trägt wesentlich dazu bei, das Wirken und die Tradition unserer Feuerwehr für kommende Generationen zu bewahren. Andreas Rofner, Kommandant der FF Wiesing, und Bürgermeister-Stellvertreter Andreas Singer konnten von Silvia Brunner und Walter Theuretzbacher ein Exemplar der Chronik dankend entgegennehmen.

Im Anschluss an die Eröffnung konnten Besucherinnen und Besucher ein ganzes Wochenende lang im Gemeindesaal Wiesing eine eindrucksvolle Jubiläumsausstellung erleben. Sie gewährte tiefe Einblicke in den Werdegang unserer Feuerwehr – von den ersten handbetriebenen Pumpen bis hin zum modernen Tanklöschfahrzeug. Zahlreiche historische Fotos, Ausrüstungsgegenstände und Erinnerungsstücke ließen die Entwicklung, die technische Weiterentwicklung und den unermüdlichen Einsatz unserer Feuerwehr seit ihrer Gründung im Jahr 1895 lebendig werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Wiesing möchte sich auf diesem Weg nochmals recht herzlich beim gesamten Team der Chronisten Wiesing für die engagierte Arbeit, die sorgfältige Recherche und die beeindruckende Aufbereitung unserer Feuerwehrgeschichte bedanken!

Text und Bilder: Dominik Böck – FF Wiesing

Donnerstag, 27 November 2025 07:19

Jugendbetreuersitzung Bezirk Schwaz

Am 24. November 2025 fand in der Festhalle in Schlitters die Jugendbetreuersitzung des Bezirksfeuerwehrverbandes Schwaz statt. Zahlreiche Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer sowie Kommandanten der örtlichen Feuerwehren aus dem Bezirk Schwaz folgten der Einladung, um sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Feuerwehrjugendarbeit auszutauschen.

Bezirksfeuerwehrkommandant Hansjörg Eberharter eröffnete die Sitzung und begrüßte die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 

Anschließend präsentierte die Bezirkssachgebietsleiterin für Feuerwehrjugend, Magdalena Hauser, die Tagesordnung und gab einen Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Besondere Höhepunkte waren dabei unter anderem der Wissenstest, mehrere überregionale Veranstaltungen sowie das erfolgreiche Zeltlager in Aschau.Darüber hinaus gab Hauser einen Ausblick auf die bevorstehenden Projekte und Termine im Jahr 2026. 

Ein weiterer Programmpunkt war ein Fachvortrag zum Thema Suchtprävention ein Vortag von Jonas Huser vom Verein Kontakt & CO sowie ein Einblick in die Arbeit des ehemaligen Caritas Direktor Georg Schärmer.

Zum Abschluss sprach die Bezirkssachgebietsleiterin allen Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuern Dank und Anerkennung für ihr Engagement aus. Die erfolgreiche Jugendarbeit im Bezirk sei nur durch die vielen ehrenamtlichen Stunden und den persönlichen Einsatz jedes Einzelnen möglich.

Bilder und Text: BFV Schwaz/Team ÖA Marcel Kammerlander

Am Samstag, den 22. November 2025, fand in Zell am Ziller eine groß angelegte Einsatzübung mit rund 75 Einsatzkräften statt. Mit Blick auf die bevorstehende Wintersaison zeigen die Einsatzkräfte im hinteren Zillertal einmal mehr, dass sie auf die besonderen Herausforderungen einer touristisch geprägten Region bestens vorbereitet sind.

Um 13:00 Uhr wurde die Feuerwehr Zell am Ziller zu einem schweren Verkehrsunfall alarmiert – ein Skibus war von der Straße abgekommen und über eine Böschung abgestürzt. Die ersteintreffenden Kräfte fanden ein herausforderndes Szenario vor: Zahlreiche verletzte Personen, einige davon waren im Bus sowie in beteiligten Fahrzeugen eingeklemmt und konnten sich nicht mehr selbst befreien.
Der Einsatzleiter ließ daraufhin umgehend die Feuerwehren aus Mayrhofen, Gerlos und Tux mit zusätzlichen hydraulischen Rettungsgeräten sowie die Berufsfeuerwehr Innsbruck mit dem Kranfahrzeug zur Unterstützung nachalarmieren. Parallel dazu rückte ein Großaufgebot des Rettungsdienstes an, um die medizinische Versorgung sicherzustellen. Im Fokus der Einsatzübung standen sowohl die übergreifende Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen als auch die technische Rettung der verletzten Personen.

Die gesamte Übung – von der Alarmierung bis zum Ende – wurde durch einen Disponenten der Leitstelle Tirol begleitet und realitätsnah koordiniert. Insgesamt konnten durch die eingespielten Abläufe rund 23 verletzte Personen innerhalb kürzester Zeit aus dem Bus und den Fahrzeugen befreit und versorgt werden. Der Einsatzleiter Andreas Penatzer zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf: „Diese Übung bestätigt eindrucksvoll, wie wichtig eine fundierte Ausbildung und abgestimmte Einsatztaktiken sind. Die Zusammenarbeit aller Organisationen hat hervorragend funktioniert - genau diese Professionalität brauchen wir in einer Region wie dem Zillertal, wo wir im Winter mit hohem Verkehrsaufkommen und vielen Gästen rechnen müssen.“

Nach Abschluss der Übung fand eine kurze Nachbesprechung über die gewonnenen Erkenntnisse statt, um die Abläufe bei einer solch komplexen Einsatzsituation weiter zu optimieren. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Jause mit kameradschaftlichem Austausch. Ein besonderer Dank gilt der Berufsfeuerwehr Innsbruck für die Unterstützung sowie der Firma Huber Autoreisen für die Bereitstellung des Skibusses.

Text: BFV Schwaz / Team ÖA Daniel Allesch
Fotos: BFV Schwaz / Team ÖA Marcel Kammerlander, Stefan Rengo, Stefan Schwaiger

Am 14. November 2025 um kurz nach 19:00 Uhr wurde durch die automatische Brandmeldeanlage des Hotels Explorer in Kaltenbach ein Einsatz ausgelöst. Die Leitstelle Tirol alarmierte daraufhin gemäß Alarmplan die Feuerwehr Kaltenbach.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte der Einsatzleiter über das Feuerwehrbedienfeld mehrere ausgelöste Brandmelder in der Tiefgarage fest. Ein Atemschutztrupp begann umgehend mit der Erkundung. Bereits nach kurzer Zeit zeigte sich ein umfangreiches Einsatzszenario: In der Tiefgarage war ein Fahrzeugbrand ausgebrochen. Während eines Fluchtversuchs mit seinem Auto erfasste ein Arbeiter eine weitere Person – diese war unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Parallel breitete sich dichter Brandrauch über die Lüftungs- und Fluchtwege in das Hotel aus.

Dank des professionellen Handelns des Hotelbetreibers, der bereits bei Eintreffen der Feuerwehr eine vollständige Gästeliste übergab, konnte schnell festgestellt werden, dass zehn Personen vermisst wurden. Der Brandschutzbeauftragte Hans Steinberger meldete der Einsatzleitung zusätzlich, dass mehrere Hotelgäste in ihren Zimmern eingeschlossen waren und den Gefahrenbereich nicht mehr selbstständig verlassen konnten. Eine Person befand sich in akuter Absturzgefahr, da sie sich aus Panik aus einem Fenster flüchtete und sich nur noch am Rahmen festhalten konnte.

Aufgrund der Lage erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe und veranlasste die Nachalarmierung weiterer Einsatzmittel:

Feuerwehr Ried im Zillertal mit zusätzlichen Atemschutztrupps
Feuerwehr Uderns zur Lageführung
Feuerwehr Stumm mit der Drehleiter zur Personenrettung
Feuerwehr Schwaz mit dem Atemschutzcontainer

Zusätzlich wurden das Rote Kreuz mit Notarzt sowie die Polizei über die Leitstelle Tirol alarmiert. Durch das effiziente Zusammenspiel aller eingesetzten Kräfte konnten sämtliche vermisste und verletzte Personen binnen kurzer Zeit lokalisiert, gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Die Feuerwehr Kaltenbach bedankt sich herzlich beim Hotel Explorer sowie der Familie Empl für das Bereitstellen des Übungsobjektes und die Unterstützung bei der Durchführung der Übung.

Text und Bilder: BFV Schwaz/Team ÖA Marcel Kammerlander

Freitag, 14 November 2025 06:48

Brandversuch im Brettfalltunnel

Bevor ein Tunnel für den Verkehr freigegeben werden kann, müssen alle sicherheitsrelevanten Systeme wie Brandmeldung, Lüftung und Fluchtwege auf ihre Funktion überprüft werden. Diese Überprüfung erfolgt im Rahmen eines kontrollierten Brandversuchs, der einem realen PKW-Brand nachempfunden ist.

Am 10.11.2025 wurde ein solcher Versuch im Brettfalltunnel durchgeführt. Ziel war es, das Zusammenspiel der Brandmelde- und Lüftungsanlage unter realistischen Bedingungen zu testen.

Nach dem Zünden des Testbrands erkannte die Brandmeldeanlage automatisch die Wärmeentwicklung und leitete die notwendigen Maßnahmen ein: Die Strahlventilatoren wurden aktiviert, um den Rauch gezielt mit der vordefinierten Strömungsgeschwindigkeit zum Tunnelportal abzuleiten und so zu einer sicheren Evakuierung im Tunnel beizutragen.

Vier Feuerwehren nahmen am Brandversuch teil:

  • Freiwillige Feuerwehr Schlitters
  • Feuerwehr Wiesing
  • Feuerwehr Strass im Zillertal
  • Feuerwehr Jenbach

Die Feuerwehr Schlitters sicherte den Versuch mit einem TLF und einem Atemschutztrupp ab. Anwesend waren auch Abschnittskommandant Abschnitt Jenbach Walter Theuretzbacher und Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Geisler.

Insgesamt verfolgten rund 70 Personen den Versuch, darunter Vertreter der Tiroler Landesstraßenverwaltung und der ausführenden Firmen der Tunnelsanierung.

Für die Feuerwehren bot dieser Versuch eine seltene Gelegenheit, das Verhalten von Rauch und Hitze in einem Tunnel aus nächster Nähe zu beobachten.

Der Versuch fand im Zuge der laufenden Generalsanierung des Brettfalltunnels statt, der nach fast 30 Jahren Betriebszeit nun umfassend modernisiert wird.

Grund für die Sanierung sind neben dem Tunnelalter auch die hohe Verkehrsbelastung und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Das Land Tirol investiert dafür rund 13,5 Millionen Euro, um die Sicherheit, Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der wichtigen Zillertal-Anbindung langfristig zu gewährleisten.

Die Arbeiten erfolgen in mehreren Phasen über einen Zeitraum von drei Jahren. Während der Vollsperre vom 6. Oktober bis 16. November 2025 werden unter anderem die Löschwasserleitung erneuert, eine LED-Leiteinrichtung am erhöhten Seitenstreifen installiert und alte technische Anlagen demontiert. Gleichzeitig werden alle neuen Systeme in Betrieb genommen und überprüft, die für den automatisierten Betrieb des Tunnels entscheidend sind. Die Generalsanierung wird im Jahr 2026 im Rahmen der dritten Bauphase mit der Montage der Paneele an den Seitenwänden abgeschlossen.

Text und Bilder: BFV Schwaz / Team ÖA Florian Galler 

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