Gebäudebrand im Industriegebiet von Schlitters rasch unter Kontrolle gebracht
Am Nachmittag des 21. Dezember 2024 wurden mehrere Feuerwehren zu einem Brand in einem Bürogebäude im Industriegebiet von Schlitters gerufen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte quoll dichter Rauch aus dem oberen Stockwerk des Gebäudes. Die Rauchsäule war weithin sichtbar.
Effizienter Einsatz von Atemschutztrupps
Die Brandbekämpfung erfolgte durch Atemschutztrupps im Innenangriff, während gleichzeitig mit einem Überdruckbelüfter für die Entrauchung gesorgt wurde. Unterstützt wurde der Einsatz durch die Drehleiter der Feuerwehr Fügen. Nach der teilweisen Räumung der Büroräume wurden auf dem Vorplatz Nachlöscharbeiten an Möbel und Einrichtungsgegenstände durchgeführt.
Einsatzleitung und beteiligte Kräfte
Die Einsatzleitung lag bei Fabian Unterweger, dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Schlitters. Neben der Feuerwehr Schlitters waren auch die Feuerwehren Bruck, Fügen und Schwaz beteiligt. Letztere brachte einen Atemschutz-Abrollcontainer zum Einsatz.
Vor Ort waren außerdem Bezirksfeuerwehrkommandant Hansjörg Eberharter, Abschnittskommandant Reinhard Haun, Bürgermeister Josef Wibmer, die Polizei und der Rettungsdienst.
Größerer Schaden verhindert
Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens konnte die Ausbreitung des Feuers auf andere Gebäudeteile verhindert werden. Bezirksfeuerwehrkommandant Eberharter lobte die Einsatzkräfte: „Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehren wurde der Brand schnell unter Kontrolle gebracht.“
Nach etwa eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache wird derzeit von den zuständigen Stellen untersucht.
Fotos: FF Schlitters – Magdalena Hauser und FF Fügen - Stefan Flörl
Text: BFV-Schwaz Team ÖA – Florian Galler
Zur Weihnachtszeit
In der Weihnachtszeit steigt die Brandgefahr durch Kerzen, Adventskränze und Dekorationen erheblich. Hier sind einige Tipps zum Brandschutz, um die Feiertage sicher zu gestalten:
- 1. Kerzensicherheit
- Nie unbeaufsichtigt lassen: Lassen Sie brennende Kerzen nie allein, besonders nicht in der Nähe von Kindern oder Haustieren.
- Abstand halten: Stellen Sie Kerzen weit weg von brennbaren Materialien wie Vorhängen, Papierdekorationen oder trockenen Adventskränzen.
- Stabiler Stand: Verwenden Sie hitzebeständige und stabile Kerzenhalter, die nicht umkippen können.
- 2. Adventskranz pflegen
- Trockene Zweige vermeiden: Je trockener der Adventskranz, desto größer die Brandgefahr. Besprühen Sie ihn regelmäßig mit Wasser und wechseln Sie ihn bei Bedarf aus.
- Elektrische Alternativen: Erwägen Sie die Nutzung von LED-Kerzen als sichere Alternative.
- 3. Feuerlöscher und Löschmittel
- Bereitstellen: Halten Sie einen Feuerlöscher, eine Löschdecke oder einen Eimer Wasser in der Nähe bereit.
- Bedienung kennen: Machen Sie sich vorab mit der Bedienung des Feuerlöschers vertraut.
- Rauchmelder überprüfen: Funktionierende Rauchmelder erhöhen die Sicherheit in der Weihnachtszeit erheblich.
- 4. Elektrische Lichterketten
- Qualitätsprodukte verwenden: Achten Sie auf geprüfte und zertifizierte Lichterketten (z. B. mit CE- oder GS-Siegel).
- Keine Überlastung: Vermeiden Sie überlastete Steckdosen und verwenden Sie Zeitschaltuhren, um das Licht automatisch auszuschalten.
- 5. Verhalten im Brandfall
- Ruhe bewahren: Im Notfall rufen Sie sofort die Feuerwehr.
- Fluchtwege frei halten: Stellen Sie sicher, dass alle Fluchtwege nicht blockiert sind.
- Löschen oder verlassen: Versuchen Sie nur dann einen Brand selbst zu löschen, wenn keine Gefahr für Ihre Sicherheit besteht.
Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen können Sie die Weihnachtszeit entspannt und sicher genießen!
Text und Bilder: BFV Schwaz - Marcel Kreidl und ÖBFV
Feuerwehr Fügen testet neues Sonderlöschgerät
-------- Bohrlöschgerät DRILL - X --------
Das Bohrlöschgerät DRILL-X stellt eine beeindruckende Innovation in der Brandbekämpfung dar, insbesondere in herausfordernden Situationen mit schwer zugänglichen Brandherden. Die Kombination aus Bohren und Löschen in einem Gerät erlaubt es, Brände effizient zu bekämpfen, ohne zusätzlichen Sauerstoff einzubringen und damit das Feuer zu nähren.
Mit nur einer Bedienperson und der Möglichkeit, mit einer Standard-Atemschutzausrüstung zu arbeiten, bietet es einen hohen Grad an Flexibilität und Einsatzfreundlichkeit. Der Wasserbedarf von 8 bar macht es kompatibel mit gängigen Feuerwehr-Infrastrukturen.
Die Live-Vorführung in Fügen, bei der die Feuerwehr Fügen das Gerät unter realen Bedingungen testen konnten, war eine wertvolle Gelegenheit, sich von der Effektivität und Einfachheit des DRILL-X zu überzeugen. Solche Innovationen könnten die Zukunft der Brandbekämpfung revolutionieren und sind ein wichtiges Werkzeug für die Sicherheit von Einsatzkräften und die effektive Bekämpfung komplexer Brandherde.
Weitere Informationen gibt es unter folgenden LINK
DRILL-X | Innovatives Bohrlöschgerät zur Brandbekämpfung
Dank gebührt den Organisatoren, insbesondere
Jakob Haindl, Instructor DRILL-X von SYNEX TECH, der Gemeinde Fügen für die zur Verfügung Stellung des Bauhofes sowie Stefan Rengo, Produktmanager Diamantwerkzeuge TYROLIT Construction Products GmbH
Text und Bilder: Feuerwehr Fügen Stefan Rengo
Nächtlicher Wohnhausbrand
Der nächtliche Wohnhausbrand in Jenbach ereignete sich am 26. November 2024 gegen 01:00 Uhr in der Sieglstraße. In einem Mehrfamilienhaus brach ein Feuer aus, das Teile des Balkons, der Fassade und den Dachstuhl erfasste. Glücklicherweise hatten alle Bewohner das Gebäude bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte selbstständig und unverletzt verlassen. Der Rettungsdienst übernahm die Betreuung der Betroffenen.
Einsatzverlauf:
- Brandbekämpfung: Die Feuerwehr konnte den Brand mit einem umfassenden Löschangriff rasch unter Kontrolle bringen. Zur Eindämmung der Flammen und Nachlöscharbeiten wurden Teile der Fassade entfernt und der Dachstuhl teilweise geöffnet.
- Schadensbegrenzung: Mehrere Wassersauger kamen zum Einsatz, um Wasserschäden im Gebäude zu minimieren.
- Einsatzende: Um 03:00 Uhr erklärte Einsatzleiter HBI Alexander Aschenwald „Brand Aus“.
Einsatzdaten:
- Dauer: 3 Stunden
- Mannschaftsstärke: 30 Mitglieder
- Fahrzeuge:
- KDOA
- TLFA-3000/200
- TLFA-2000/100
- TLK 23-12
- KÖF
- LAST
- MTF
Beteiligte Organisationen:
- Feuerwehr
- Polizei
- Rettungsdienst
Dank des koordinierten Einsatzes konnte ein größerer Schaden verhindert werden, und es gab keine Verletzten. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unbekannt und wird von der Polizei untersucht.
Bilder: FF Jenbach
Große Einsatzübung in Tux – Ein Erfolg für die Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen
Die große Einsatzübung in Tux am Abend des 25. November 2024 war ein beeindruckendes Beispiel für die effiziente Zusammenarbeit verschiedener Blaulichtorganisationen und medizinischer Rettungskräfte. Unter der Annahme eines komplexen Szenarios – einem Fahrzeugabsturz mit drei PKWs und 11 Verletzten – wurde das Zusammenspiel von Feuerwehr, Bergrettung, Alpinpolizei, Rotem Kreuz und der ÖAMTC-Flugrettung auf die Probe gestellt. Insgesamt waren 93 Einsatzkräfte beteiligt.
Herausforderungen und Ablauf
Die Alarmierung erfolgte um 19:00 Uhr durch die Leitstelle Tirol. Zeitversetzt rückten die Organisationen zum Übungsort aus. Die größte Herausforderung stellte das extrem steile Gelände dar, das sowohl die Bergung der Verletzten als auch die Sicherung der Fahrzeuge erschwerte.
Die Feuerwehr Tux übernahm die Sicherung der Unfallstelle und die technische Rettung der Eingeschlossenen, während die Bergrettung Tux und Mayrhofen den Transport der Verletzten im schwierigen Gelände meisterte. Die Patienten wurden anschließend an die Sanitäter des Roten Kreuzes übergeben, die gemeinsam mit den Notärzten des ÖAMTC-Flugrettung für die medizinische Erstversorgung und Stabilisierung sorgten.
Die medizinische Erstversorgung und Stabilisierung durch die Sanitäter des Roten Kreuzes und die Notärzte der ÖAMTC-Flugrettung war essenziell, um die Patienten für den Abtransport vorzubereiten. Das Rote Kreuz hat schließlich fiktiv den Abtransport übernommen und dafür gesorgt, dass die Patienten je nach Kapazitäten der Krankenhäuser weiterbehandelt werden können.
Organisation und Kommunikation
Eine zentrale Rolle spielte die enge Abstimmung zwischen den Einsatzleitern der beteiligten Organisationen. Regelmäßige Lagebesprechungen stellten sicher, dass die Abläufe koordiniert und effizient gestaltet wurden, hier war die Einbindung der Lageführung der Feuerwehr Uderns von enormer Bedeutung. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die Notwendigkeit koordinierter Einsätze zwischen technischen und medizinischen Rettungsdiensten.
Bürgermeister Simon Grubauer lobte den professionellen und ruhigen Umgang mit der komplexen Lage und hob die Bedeutung solcher Übungen für die Praxis hervor.
Abschluss und Fazit
Nach rund zwei Stunden wurde die Übung erfolgreich abgeschlossen. Eine gemeinsame Reflexion bei einer von der Gemeinde organisierten Jause bot Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit weiter zu stärken.
Ein besonderer Moment war die bestandene Prüfung von Lukas Kirchler, Ortsstellenleiter des Roten Kreuzes Tux, zum Einsatzleiter – herzlichen Glückwunsch!
Solche Großübungen zeigen, wie wichtig die koordinierte Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen ist, um für alle Herausforderungen gewappnet zu sein.
Bericht: FF Tux Marcel Kreidl
Bilder: BFV Schwaz Martin Ludwig & Marcel Kammerlander
Jährliche Kommandanten-Dienstbesprechungen in allen 6 Abschnitten
Die diesjährigen Kommandanten-Dienstbesprechungen fanden im Herbst in allen sechs Abschnitten des Bezirks statt. An den Besprechungen nahmen stets der Bezirksfeuerwehrkommandant Hansjörg Eberharter, der stellvertretende Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Eibl sowie der Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Geisler teil. In einigen Abschnitten waren auch die Bezirksverwalter Marco Plattner und Hannes Eberharter zusätzlich anwesend.
Inhalte der Dienstbesprechungen:
- Berichte der Abschnittskommandanten: Die Abschnittskommandanten gaben einen Überblick über die Entwicklungen und Ereignisse in ihren jeweiligen Abschnitten.
- Tätigkeits- und Einsatzberichte: Die Kommandanten und/oder deren Stellvertreter berichteten über die wichtigsten Einsätze und Tätigkeiten des vergangenen Jahres.
- Bekanntgabe wichtiger Termine: Verschiedene Termine für bevorstehende Veranstaltungen und wichtige Feuerwehraktivitäten wurden bekannt gegeben.
- Aktuelle Informationen vom Landesverband: Der Bezirks-Feuerwehrverband informierte über neue Vorschriften und Regelungen sowie über aktuelle Themen aus dem Landesverband.
- Aktuelle Informationen aus dem Bezirksverband: Der Bezirksfeuerwehrverband gab Neuigkeiten und Themen zur Aus- und Weiterbildung aus dem Bezirksverband bekannt.
- Rückblick auf das vergangene Jahr: Ein Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse und Erfolge des vergangenen Jahres wurde gegeben.
- Allfälliges: Besondere Themen und Anliegen wurden besprochen.
Dankesworte vom Bezirksfeuerwehrkommandanten:
Zum Abschluss der Besprechungen richtete Bezirksfeuerwehrkommandant Hansjörg Eberharter Dankesworte an alle Feuerwehrmitglieder. Besonders hervorgehoben wurde die engagierte Arbeit und der unermüdliche Einsatz der Feuerwehren. Die wertvolle Arbeit der Feuerwehrfrauen und -männer wurde gebührend anerkannt.
Verpflegung im Anschluss:
Ein herzlicher Dank gilt den Feuerwehren, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellten und für die Verpflegung im Anschluss an die Dienstbesprechungen sorgten:
- Abschnitt Fügen: Feuerwehr Fügen
- Abschnitt Zell: Feuerwehr Laimach
- Abschnitt Jenbach: Betriebsfeuerwehr Innio
- Abschnitt Mayrhofen: Feuerwehr Finkenberg
- Abschnitt Schwaz: Feuerwehr Schwaz
- Abschnitt Achental: Feuerwehr Achenkirch
Text: BFV Schwaz – Marcel Kreidl
Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Fügen
Am 18. November 2024 wurde der feierliche Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Fügen gesetzt. Dieser bedeutende Schritt markiert den Beginn eines neuen Kapitels für die Feuerwehr der Gemeinde und für die gesamte Region. Das neue Gebäude wird den Feuerwehrleuten nicht nur modernste Ausstattungen bieten, sondern auch die Arbeitsbedingungen für die ehrenamtlichen Helfer erheblich verbessern.
Die feierliche Zeremonie fand auf dem Gelände statt, auf dem das neue Feuerwehrhaus errichtet wird. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Feuerwehr und Gemeinde waren anwesend, um diesen besonderen Moment zu würdigen. Unter den Gästen waren unter anderem Bürgermeister und Landtagsvizepräsident Dominik Mainusch, Bürgermeister-Stellvertreterin Evi Bielau, sowie der Bürgermeister von Fügenberg, Ing. Josef Unterweger mit dem Architekt Conrad Messner an ihrer Seite. Seitens der Feuerwehr waren Landeskommandant Jakob Unterladstätter, Bezirkskommandant Hansjörg Eberharter mit Stellvertreter Herbert Eibl, Bezirks-Schriftführer Hannes Eberharter sowie Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Geisler anwesend. Auch ein Teil der Mannschaft der Feuerwehr Fügen unter dem Kommando von Reinhard Haun und Stellvertreter Stefan Flörl ließ sich diesen Meilenstein nicht entgehen und rückte mit vier Fahrzeugen zum Spatenstich an.
In ihren Ansprachen hoben die Ehrengäste die große Bedeutung des Neubaus für die Sicherheit der Region hervor. Bürgermeister Dominik Mainusch betonte, dass das neue Feuerwehrhaus die technischen Anforderungen nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die kommenden Jahrzehnten erfüllen werde. Die Feuerwehr sei eine tragende Säule der Gemeinde, und mit diesem Neubau könne man sicherstellen, dass die freiwilligen Helfer auch künftig bestens ausgerüstet sind.
Ing. Josef Unterweger, Bürgermeister von Fügenberg, betonte die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit und freute sich über das zukunftsorientierte Projekt, das nicht nur den Ort Fügen, sondern die gesamte Region stärken werde.
Landeskommandant Jakob Unterladstätter unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung eines modernen Feuerwehrhauses für die Sicherheit der Bevölkerung und die Einsatzbereitschaft der freiwilligen Feuerwehr.
Im Anschluss an die Reden wurde symbolisch der erste Spatenstich gesetzt, um den Bau des neuen Feuerwehrhauses offiziell zu beginnen. Das Gebäude wird mit modernen technischen Einrichtungen ausgestattet, die es der Feuerwehr ermöglichen, noch effizienter auf Einsätze zu reagieren und in Notfällen rasch zu handeln.
Mit dem Spatenstich ist ein weiterer bedeutender Schritt in Richtung eines zukunftsfähigen Feuerwehrwesens in Fügen und Umgebung getan. Alle Beteiligten zeigten sich zuversichtlich, dass das neue Feuerwehrhaus nicht nur ein funktionales Gebäude sein wird, sondern auch ein Symbol für den Zusammenhalt und die Sicherheit der Gemeinde darstellt.
Bericht: BFV Schwaz - Marcel Kreidl
Fotos: BFV Schwaz / FF Fügen: Martin Ludwig & Stefan Rengo
Erfolgreiche 24. Atemschutz Leistungsprüfung in Fügen: 29 Trupps überzeugen mit herausragenden Leistungen
Am 16. November 2024 fand in Fügen die 24. Atemschutz Leistungsprüfung statt, bei der 29 Trupps aus verschiedenen Feuerwehren ihr Wissen und Können unter Beweis stellten. In dieser anspruchsvollen Prüfung müssen die Atemschutzgeräteträger nicht nur ihre theoretischen Kenntnisse, sondern auch ihre praktischen Fertigkeiten im Umgang mit den Atemschutzgeräten und in taktischen Vorgehensweisen beweisen.
Reinhard Haun – Sachgebietsleiter Atemschutz:
Hervorragende Leistungen aus 29 Trupps
Insgesamt nahmen 87 Teilnehmer an der Prüfung teil, darunter auch immer mehr Frauen. Die Trupps traten in den Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold an. Besonders erfreulich: Alle Teilnehmer bestanden die Prüfung erfolgreich. Die Prüfungsergebnisse im Detail:
- Bronze: 14 Trupps
- Silber: 9 Trupps
- Gold: 6 Trupps
Besondere Erwähnung verdienen die Trupps Verbund Mayrhofen 1 (Bronze) und Terfens 2 (Silber), die die Prüfung fehlerfrei absolvierten.
Anna Unterlercher – FF-Fügen:
Ehrung und Dank bei der Schlussveranstaltung
Die Schlussveranstaltung bot einen festlichen Rahmen, bei dem zahlreiche Ehrengäste, darunter Bürgermeister und Landtagsvizepräsident Dominik Mainusch, Bezirksfeuerwehrkommandant-Stv. Herbert Eibl und weitere Ehrenmitglieder des Bezirksverbandes, anwesend waren. In einer feierlichen Zeremonie wurden auch zwei langjährige Bewerter, Hannes Unterlechner und David Rubisoier, für ihre wertvolle Arbeit geehrt und in den "Bewerter-Ruhestand" verabschiedet.
Hervorragende Leistungen und Zukunftsperspektiven
Der Bewerbsleiter, Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Geisler, lobte die beeindruckenden Leistungen aller teilnehmenden Trupps und betonte die hohe Professionalität und das Engagement der Feuerwehren in der Region. „Die 24. Atemschutz Leistungsprüfung war nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch eine eindrucksvolle Demonstration der Fähigkeiten und der Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute“, so Geisler.
Stefan Geisler – Bewerbsleiter:
Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Wettbewerbs bedankt sich der Bezirkfeuerwehrverband Schwaz bei allen Teilnehmern, der ausrichtenden Feuerwehr Fügen, den Bewertern sowie den Ehrengästen für ihre Unterstützung und blickt bereits mit Vorfreude auf künftige Veranstaltungen.
Die Atemschutz Leistungsprüfung bleibt ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung in den Tiroler Feuerwehren und trägt entscheidend zur Sicherheit bei Einsätzen bei, bei denen Leben gerettet und Sachwerte geschützt werden müssen.
Bericht und Fotos: BFV Schwaz – Marcel Kreidl, Stefan Schwaiger und Stefan Rengo
276 Einsatzkräfte beübten den Ernstfall in der Unterinntaltrasse
Bei einer groß angelegten Einsatzübung im Bezirk Schwaz am Samstag, dem 09. November 2024, wurde die Zusammenarbeit und Koordination von Einsatzkräften unter anspruchsvollen Bedingungen im Bahntunnel der Unterinntaltrasse geübt. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, die Bezirkshauptmannschaft Schwaz und die ÖBB simulierten gemeinsam einen Zwischenfall, bei dem die Evakuierung eines Reisezugs im Tunnel erforderlich war.
Anspruchsvolles und realistisches Szenario
Die Übungsannahme lautete: „Streifung eines Reisezugs durch einen Gegenzug, Stillstand im Tunnel, Rauchentwicklung am Triebfahrzeug sowie Evakuierung der Passagiere“.
Die alarmierten Einsatzkräfte aus den Bezirken Schwaz und Innsbruck-Land rückten mit insgesamt vier Tunnelzügen aus, die in unterschiedlichen Abschnitten des Tunnels eingesetzt wurden.
Zahlen und Daten zur Übung
- GESAMT ÜBERSICHT 276 Einsatzkräfte mit 54 Fahrzeugen
- Rotes Kreuz – 20 Einsatzkräfte mit 8 Fahrzeugen
- Polizei – 20 Einsatzkräfte mit 8 Fahrzeugen
- ÖBB – 3 Einsatzkräfte mit 1 Fahrzeug
- Bezirkshauptmannschaft Schwaz – 7 Einsatzkräfte
- Feuerwehr 226 Einsatzkräfte mit 37 Fahrzeugen
- Tunnelzüge Bezirk Innsbruck Land – Hall und Wattens
- Tunnelzüge Bezirk Schwaz – Jenbach und Schwaz
„Die heutige Übung bot uns als Feuerwehr eine wertvolle Gelegenheit, wichtige Einsatzziele praxisnah zu trainieren“, unterstreicht Landes-Feuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter die herausragende Professionalität und das Engagement aller beteiligten Einsatzkräfte und Übungsstatisten. „Die Alarmierung entsprechend der Alarmpläne, das richtige Anfahren und die Schaffung eines sicheren Einsatzbereichs waren entscheidend für den reibungslosen Ablauf. Die effiziente Zusammenarbeit mit der behördlichen Einsatzleitung, anderen Einsatzorganisationen und der ÖBB zeigte, wie wichtig abgestimmte Schnittstellen sind, um im Ernstfall die Sicherheit zu gewährleisten. Auch der gezielte Einsatz unserer Fahrzeuge, die Bereitstellung technischer Hilfsmittel und die sichere Rettung und Versorgung der Betroffenen wurden professionell umgesetzt.“
O-Ton vom Landesfeuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter:
Das Rote Kreuz kümmerte sich um die Versorgung der Betroffenen außerhalb des Tunnels und um die lückenlose Registrierung dieser. "Bei einem Aufkommen von vielen, Großteils unverletzten, Betroffenen, steht bei uns, neben allfälligen Versorgungen, die Registrierung der Personen im Vordergrund. Dafür gibt es ein eigenes Patientenleitsystem und Registrierungslisten, die in Folge auch der Polizei übergeben werden. Von der Triage bis zum Transport kann so jede und jeder nachverfolgt werden", erklärt Bezirksrettungskommandant Andreas Schiestl.
„Bei der Übung waren 20 Exekutivbeamte der Polizei im Einsatz, um essenzielle Aufgaben wie die Datenaufnahme, den Lotsendienst und die Verkehrsleitung zu übernehmen“, führt der stellvertretende Leiter der Einsatzabteilung Markus Auinger aus. „Zudem führten kriminalpolizeiliche Ermittler Erhebungen am betroffenen Zug im Tunnel durch.“ Die präzise und abgestimmte Arbeit der Polizei trug entscheidend dazu bei, die Sicherheit und Ordnung im gesamten Übungsbereich zu sichern.
Die ÖBB sind für einen sicheren Betrieb der Bahnstrecke verantwortlich und die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeiter: innen ist ihnen auch ein großes Anliegen. Dazu gehört auch ein professionelles Notfallmanagement für den Ernstfall. Um darauf vorbereitet zu sein, sind regelmäßige, behördlich vorgeschriebene, gemeinsame Übungen mit den Einsatzkräften unerlässlich. Neben großen Übungen in den Tunnelanlagen der Unterinntaltrasse gibt es auch regelmäßige Schulungen der ÖBB für die Feuerwehren bezüglich der speziellen Anforderungen bei Einsätzen im Gleisbereich und Übungen in kleineren Einheiten. „Sicherheit ist ein zentraler Wert für die ÖBB. Sicherheit ist immer Teamarbeit und ich bedanke mich bei den Einsatzorganisationen, mit denen wir professionelle Partner an unserer Seite haben“, betont Peter Praxmarer als Übungskoordinator für die ÖBB Infrastruktur AG.
Rückblick: Vorfall im Terfner Tunnel verdeutlicht Notwendigkeit von Übungen
Ereignisse wie der Vorfall am 07. Juni des letzten Jahres im Terfner Tunnel zeigen, wie entscheidend regelmäßige Übungen sind. Damals führte ein Defekt an einem mittransportierten Auto zu einem Brand auf einem Autotransportwagen. Dank der umfassenden Schulungen und der speziellen Feuerwehr-Tunnelausbildung konnten die Einsatzkräfte den Brand unter schwerem Atemschutz schnell löschen und eine sichere Evakuierung einleiten.
Regelmäßige Übungen wie jene in der Unterinntaltrasse sind somit unerlässlich, um auf Extremsituationen vorbereitet zu sein und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
Bilder: TEAM ÖA BFV Schwaz – Marcel Kammerlander, Stefan Rengo und Marcel Kreidl
Text: LFV Tirol – Anton Wegscheider und BFV Schwaz Florian Galler
Nicht alltägliche Einsatzorte - in Bezug auf den Alarmierungstext
Zwei Feuerwehreinsätze ereigneten sich gestern den 06.11.2024 im Bezirk Schwaz, bei denen 2 Feuerwehren gefordert waren.
Nicht alltäglich waren die Einsatzorte, in Bezug auf den Alarmierungstext...
Die Feuerwehr Stans wurde zu einem umgestürzten, mit Rundholz voll beladenen Sattelfahrzeug auf einer einspurigen, sehr schmalen und kurvigen Straße alarmiert und die Feuerwehr Strass im Zillertal wurde zu einem Brand Fahrzeug – Wohnmobil brennt, auf dem Areal einer Tankstelle gerufen.
Hier geht es zu den Berichten der jeweiligen Feuerwehren:
Freiwillige Feuerwehr Strass im Zillertal
Bericht: BFV Marcel Kreidl