Zum Hauptinhalt springen
Sonntag, 04 Oktober 2026 17:15

Frundsbergübung 2026: Sieben Einsatzlagen, starke Zusammenarbeit

Rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr Schwaz trainierten bei der Frundsbergübung 2026 sieben unterschiedliche Einsatzszenarien. Den Höhepunkt bildete eine umfangreiche Abschlussübung am Inn gemeinsam mit mehreren Einsatzorganisationen.

Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, stand bei der Feuerwehr Schwaz ein intensiver Ausbildungstag auf dem Programm. Von 08:00 bis 16:00 Uhr stellten sich rund 70 aktive Feuerwehrmitglieder im Rahmen der Frundsbergübung 2026 insgesamt sieben unterschiedlichen und realitätsnah gestalteten Übungslagen.

Im Mittelpunkt standen die praktische Anwendung von Einsatzmitteln, die taktische Abarbeitung verschiedener Einsatzszenarien sowie die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr und mit weiteren Hilfs- und Rettungsorganisationen.

Sieben Szenarien – unterschiedliche Herausforderungen

Die Übungsannahmen deckten ein breites Spektrum möglicher Einsatzsituationen ab. Unter anderem galt es, einen Fahrzeugbrand nach einem Verkehrsunfall abzuarbeiten und eine bewusstlose Person aus rund fünf Metern Höhe aus einem Heukran in einem Heustadel zu retten.

Weitere Szenarien waren ein Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten und verletzten Personen, ein CO-Austritt in einer Wohnung, ein Arbeitsunfall auf einer Baustelle sowie ein Stromunfall.

Jede Übung stellte die Einsatzkräfte vor andere Herausforderungen und erforderte eine angepasste taktische Vorgehensweise. Gleichzeitig konnten vorhandene Kenntnisse gefestigt und der sichere Umgang mit verschiedenen Einsatzgeräten und Rettungstechniken trainiert werden.

Führung, Taktik und Einsatzmittel

Neben der praktischen Arbeit der Mannschaft standen auch die Einsatzführung und taktische Entscheidungsfindung im Fokus. Für Einsatzleiter und Gruppenkommandanten galt es, die jeweilige Lage rasch zu erfassen, die Einsatzstelle zu strukturieren und klare Aufträge an die Mannschaft zu geben.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem richtigen und effizienten Einsatz der vorhandenen Gerätschaften. Gerade bei zeitkritischen Einsätzen müssen Handgriffe und Abläufe funktionieren. Übungen wie die Frundsbergübung schaffen dafür wichtige Voraussetzungen und zeigen gleichzeitig, wo Abläufe weiter optimiert werden können.

Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen

Bei mehreren Übungsszenarien wurde die Zusammenarbeit mit weiteren Einsatzorganisationen trainiert. Neben der Feuerwehr Schwaz waren das Rote Kreuz Schwaz, die Bergrettung Schwaz-Umgebung, die Wasserrettung Schwaz-Achensee sowie die Stadtpolizei Schwaz eingebunden.

Bei komplexen Einsatzlagen treffen unterschiedliche Organisationen mit unterschiedlichen Aufgaben und Arbeitsweisen aufeinander. Umso wichtiger sind eine klare Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und ein abgestimmtes Vorgehen.

Die gemeinsame Ausbildung ermöglicht es, Schnittstellen bereits im Übungsbetrieb kennenzulernen, Abläufe zu verbessern und die vorhandenen Ressourcen im Ernstfall bestmöglich zu nutzen.

PKW im Inn: Abschlussübung an der Barbarabrücke

Den Höhepunkt des Ausbildungstages bildete die große Abschlussübung im Bereich der Barbarabrücke.

Angenommen wurde ein PKW, der in den Inn gestürzt war. Zwei Personen waren aus dem Fahrzeug geschleudert worden und galten als im Wasser vermisst. Die Einsatzkräfte mussten daher mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen.

Die Suche nach den vermissten Personen erfolgte unter Einbindung eines Hubschraubers, von Rettungsschwimmern und eines Jetski. Parallel dazu musste das verunfallte Fahrzeug gesichert und anschließend aus dem Inn geborgen werden.

Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Übung aus sicherer Entfernung. Die Abschlussübung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig bei komplexen Einsatzlagen das Zusammenspiel der einzelnen Einsatzorganisationen ist.

Beobachtet, bewertet und gemeinsam aufgearbeitet

Sämtliche Übungslagen wurden von Beobachtern begleitet und bewertet. Im Fokus stand unter anderem die taktische Vorgehensweise, die Kommunikation, der Einsatz der Gerätschaften sowie die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft und mit den beteiligten Organisationen.

Nach den einzelnen Übungen erfolgten Nachbesprechungen, bei denen Abläufe analysiert, positive Aspekte hervorgehoben und Verbesserungspotenziale aufgezeigt wurden.

Wertvolle fachliche Rückmeldungen gab auch Landesfeuerwehrinspektor a. D. Alfons Gruber, der die Übungen begleitete und den Verantwortlichen sowie den Einsatzkräften wichtige Anregungen für die weitere Ausbildung mitgab.

Die Frundsbergübung 2026 unterstrich damit einmal mehr die Bedeutung regelmäßiger und praxisnaher Ausbildung. Denn wenn es im Ernstfall darauf ankommt, müssen Ausbildung, Technik, Führung und Zusammenarbeit funktionieren – damit Hilfe schnell und professionell ankommt.

Text: BFV Schwaz / Team ÖA Marcel Kreidl

Bilder: BFV Schwaz / Team ÖA Marcel Kammerlander & Marcel Kreidl

Gelesen 103 mal